Neben Anderson. Paak und Kanye West hat auch DaBaby eine BlackLivesMatter-Hymne gedroppt, bei der ihr eigentlich nur eines machen müsst, wenn ihr etwas über Rassismus in den USA lernen wollt: zuhören. Und zwar am besten mit bis zum Anschlag hochgedrehten Lautstärkereglern. Das mache ich jetzt jedenfalls nochmal (und dann vermutlich auch nochmal, weil der Song im Gegensatz zu den meisten politischen Tracks bei uns auch noch ein Brett ist). HipHop - one Love, Folks. ?
Auf Twitter kursieren derzeit Protest-Strategien aus Ländern, die es schon mit kriminellen Polizisten und einer Diktatur zu tun hatten. Neben den Taktiken aus HongKong gibt es u.a. einen Thread mit diesem aus dem Libanon stammenden Gif. Can I kick it? Yes, you can!
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Wie allein Trump da steht, wie gigantisch die Protestwelle gegen ihn ist und wie verrückt das alles ist, was da abgeht, kann man u.a. daran sehen, wie super divers und riesig auch der ganze Support abseits der unzähligen Demonstranten in den USA und etlichen Ländern ist. Und wer dachte, dass Marvel's Infinity War das größte Crossover-Battle aller Zeiten war: Neben Rappern, Karens, K-Pop-Accounts, Hackern, TikTokern, Amish People, Batman, Spiderman, Finn aus Star Wars und Elmo aus der Sesamstraße ziehen nun u.a. auch Schuhe, Legosteine und Eiscrememit Keksstückchen gegen den Präsidenten in die "Schlacht".
Schon verdammt krass, dass es quasi den Druck der halben Weltbevölkerung braucht, um eigentlich standardmäßige Gerechtigkeit für ein schwarzes Mordopfer zu erlangen. Es ist nicht Schwarze gegen Weiße. Es ist alle gegen Rassismus - und ein ignorantes Arschloch mit viel zu viel Macht.
Es ist nicht alles schlecht in den USA. Es bringt eben nur nicht alles so viel Quote und Klicks wie ein apokalyptischer Hollywoodfilm, in dem absolut alles brennt. Ich habe daher einfach mal alle Tweets gesammelt, die nicht nach Bürgerkriegsblockbuster, sondern auf der anderen Seiten auch eine friedliche Revolution sein könnten (hier die dazu passenden Reden von Killer Mike von Tamika Mallory mit MLK-Vibes). Die Wahrheit liegt wie üblich sicher wieder mal irgendwo dazwischen.
Aber immerhin: Wenn man ausblendet, dass ein ignorantes Arschloch und Möchtegern-Diktator im Keller des Weißen Hauses alle gegeneinander aufhetzt, es leider sehr viele Idioten in einem sehr großen Land gibt, die alle auch noch bewaffnet sind und sich ausgerechnet mitten in einer Pandemie alle versammeln, geht's eigentlich mit den Amis. So oder so - it's time for a change. A new Remix of This is America.
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Corona hat FridaysForFuture ein bisschen den Wind aus den Medien-Segeln genommen. Die Zwangspause hat man aber offenbar gut genutzt, um sich - wie selbst gefordert - den aktuellen Bedingungen in Krisen-Zeiten anzupassen.
Nach einigen kleinen Netzstreiks und vielen gar nicht mal so unspannenden Videokonfi-Talks hat man nun mit der größten Online-Demo aller Zeiten nachgelegt, um den eben leider keine Pause für uns machenden Klimawandel wieder auf die Dieses-Problem-kann-nicht-warten-Karte zu packen. Inklusive einer beeindruckend aussehenden Protestschilder-Flut direkt vorm Bundestag und einem mit vielen bekannten Gesichtern gefüllten Live-Stream, den ihr hier nochmal nachschauen könnt. On top dessen gibt es nun auch einen eigenen Protest-Song von diversen Künstlern.
Ich würde sagen: FridaysForFuture ist offiziell back (auch wenn sie eigentlich nie weg waren) - und das ist auch gut so. Ich bin gespannt, was für kreative Lösungen uns da noch so erwarten, um auch in Zeiten wie diesen zu demonstrieren. Denn wir sollten nicht vergessen, dass wir bereits vor der Krise in einer Krise gelebt haben, die wir mindestens genauso ernst nehmen müssen. #FightEveryCrisis.
"Wir haben 214k kumulierte Livestream-Views! Damit haben wir heute mit dem #NetzstreikFürsKlima die größte Online-Demo jemals veranstaltet. Zusätzlich fordern wir mit 87k Teilnehmer*innen auf der Streikkarte, 40k Tweets unter den Hashtags & 15k Schildern #FightEveryCrisis!"
Ich sammel immernoch HongKong-Protest-Art, weil ich diesen dystopischen Cyberpunk-Anime-Revolutionscharme mag und spannend finde, wie sich diese Bewegung scheinbar auch durch Kunst bzw. manga-mäßige Plakate zusammenhält.
Neben den Digimon und GundamWings aus meiner kleiner Sammlung haben sich nun auch Pokémon der neuen Regenschirm-Revolution angeschlossen, die derweil immer noch kein richtiges Ende findet und immer diffuser und undurchsichtiger wird. Das futuristische Demo-Equipment gegen eine futuristische Überwachungsdiktatur und die verschiedenen Fashion-Symbole der Hong Kong Bewegung kann man sich jetzt aber immerhin nochmal von Bisasam, Glumanda & Shiggy erklären lassen (wenn sie nicht gerade an der Front gegen die Polizei antreten).
Und die Wasser-Pokémon zeigen nochmal das von Bruce Lee übernommene Motto der sogenannten Guardians of Hong Kong (Be Water). Wenn das so weitergeht, hat China bald die halbe asiatische und mit Gasmasken ausgestattete Popkulturwelt gegen sich.
"Who knew antifascist pokemon would be so cute"?
- reddit
https://twitter.com/nxbeeel/status/1185611015842607104
Aktuell gehen ja so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen auf die Straße, dass dieses Protest-Schild aus etlichen Ecken der der Welt stammen könnte. In dem Fall ist es jedoch "Revolutionsromantik" aus dem Libanon.
Im Libanon haben erneut Tausende Menschen gegen die politische Führung des Landes protestiert. Bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Beirut und in anderen Städten, forderten sie in Sprechchören den "Sturz des Regimes" und eine "Revolution". Sie werfen der politischen Führung Korruption und Missmanagement vor. (tagesschau)